„Papa Pedro“ • Pedro Elsbach • Tenor

Ich bin ein Fan der Synagogalmusik, denn sie hat mich geprägt, ich fühle mich da heimisch. Es ist für mich eine Bereicherung, sie mit meiner Stimme im Shalom-Chor gestalten und erleben zu können.

Als 13-Jähriger hatte ich Barmizwa. Davor nahm ich Unterricht bei Estrongo Nachama – und mochte das gemeinsame Singen mit dem Kantor. Meine Barmizwa war 1964 die erste in Berlin nach der Schoa. 1994 gründete der frühere Oberkantor den Shalom-Chor, inzwischen leitet ihn Hemi Levison.

Doch bis ich mich dem Chor anschloss, vergingen noch ein paar Jahre.

Pedro Elsbach an seinem Schreibtisch

Früher nahm ich auch einmal Gesangsunterricht, aber dann hatte ich beruflich zu viel um die Ohren. Vor 21 Jahren fand ich schließlich die Zeit, die Proben des Shalom-Chors regelmäßig zu besuchen – seitdem weiß ich, was ich dienstags vorhabe.

Estrongo Nachama hat mir meine Stimme gebracht – deshalb bin ich zum Chor zurückgekehrt, weil ich das Gefühl hatte: Das ist die Verbindung zu Gott, zu meinem Judentum – weniger die Synagoge. Es ist ein sehr freundlicher Chor. Juden, Christen und andere gehören ihm an – uns verbindet die Musik. Nach den Proben verbringen wir Zeit in einem Restaurant oder im Gemeindehaus, um uns auszutauschen.

Wir geben mehrere Konzerte im Jahr – öfters auch außerhalb Berlins. Für das Konzert »Beʼyachad – Zusammen« bin ich nicht nur als Sänger dabei, sondern meine Stiftung unterstützt es finanziell, um es möglich zu machen.

Text aus dem Artikel von Christine Schmitt. Jüdische Allgemeinde vom 12.02.2026.

In den vergangenen Konzerten zum 27. Januar, hat Pedro Elsbach seine Familiengeschichte für die Schulklasse des Gerdergymnasiums aufbereitetund vorgetragen. Einen Ausschnitt aus dem Programm vom 27. Janaur 2026 finden Sie auf dieser Seite.